CEM-3D-Drucker

Die ExAm255 der AIM 3D GmbH basiert auf dem CEM-Verfahren (composite extrusion modeling) und nutzt Standard-Spritzgussgranulate (eng. Feedstocks) zur additiven Fertigung von Kunststoff-, Metall- und Keramikteilen. Diese kostengünstigen und breitverfügbaren Feedstocks aus dem Pulverspritzguss (PIM, powder injection moulding) bestehen aus einer Polymermischung mit eingebetteten Metallpulver (MIM, metal injection moulding) oder Keramikpulver (CIM, ceramic injection moulding). Der Feedstock wird in einer beheizten Düse aufgeschmolzen und als durchgängige Bahn (Schmelzfaden) schichtweise auf eine Bauplattform aufgetragen. Die Berechnung der Bahnlegung geschieht vor dem Bauprozess in einer Software (Slicer) aus den CAD-Daten. Nach dem Schichtauftrag senkt sich die Bauplattform um eine Schichtdicke ab und die Bahnlegung beginnt von neuem. Die aus der Formgebung entstandenen Bauteile, auch Grünlinge genannt, werden im Postprocessing (Entbindern und Sintern) wie im Pulverspritzguss in reine Metall- bzw. Keramikbauteile umgewandelt.

Die Anlage ist gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Förderperiode 2014-2020).

Technische Parameter

  • zwei beheizte Extruder mit max. 400°C Düsentemperatur
  • beheiztes Druckbett (255 x 255 x 255mm) mit max. 120°C Druckbetttemperatur
  • Schichtstärke: 25 µm - 1 mm
  • Druckgeschwindigkeit: 0-250 mm/s

Ansprechpartner: Dipl-Ing. Philip Töllner; Tim Dreier M.Sc.; Erik Sebastian Schmidt M.Sc.